Needles and pins - Was ein Spitzen-Hemd wirklich ausmacht
Posted in Gedacht on Mai 4th, 2007 by admin
Nett lag es da, das Hemd beim Herrenausstatter-Filialisten meines Vertrauens. Fein zurecht gemacht, appetitlich dem Käufer ins Blickfeld gelegt. Angewinkelt die kurzen Ärmchen, hoch geschlossen die Knopfleiste.
Angeschaut und eingekauft.
Zu Hause dann der unvermeidlich brutale Akt: Die Arme auseinander gerissen, das Papp- und Plastik-Innenleben auf den Küchentisch verteilt und mit Adleraugen die vielen kleinen Stecknadeln entfernt. Diesmal fiel es mir wieder auf: Mit der Menge an Nadeln, könnte eine Akupunktur-Praxis seine Patienten ein Quartal lang bestechen. An den unmöglichsten Stellen war das Hemd mit den kleinen spitzen Dingern arretiert.
Einmal habe ich mir ein richtig teures Hemd zugelegt. Das hatte im zusammen gefalteten Zustand ein Herz aus knisterndem Papier - und nicht eine einzige Stecknadel im Korpus. Ungefährlich also für den Träger. Spitzen-Hemd statt spitzes Hemd.